Der Jaguar E-Type wurde erstmals 1961 als Nachfolger der XK-Serie vorgestellt und polarisierte mit seiner extravaganten Form sofort die Geschmäcker. Designer Malcolm Sayer hatte dem neuen Sportwagen eine superlang gestreckte, von Kritikern auch als "phallisch" gerügte Motorhaube verpasst, die mit der vergleichsweise steilen Windschutzscheibe und der kleinen Fahrerkabine stark kontrastierte. Schon von Anfang an gab es den E-Type sowohl als Coupé (FHC = Fixed Head Coupe) als auch als Cabrio (OTS = Open Two Seater). Zu einem vergleichsweise günstigen Preis bot er mit seinem 6-Zylinder-Motor (265 PS) atemberaubende Fahrleistungen mit mehr als 240 km/h Höchstgeschwindigkeit, für die es allerdings aufgrund der eher mäßigen Straßenlage und Bremsen einiges an Wagemut bedurfte.
1965 wurde der Hubraum von 3,8 auf 4,2 Liter leicht erhöht, was besonders dem Drehmoment zugute kam. Ein Jahr später erweiterte sich mit der zweiten Modellreihe (vor allem erkennbar am größeren Kühlergrill) die Palette um den 2+2, eine viersitzige Version mit leicht verlängertem Radstand und erhöhtem Dach, die auch mit Automatikgetriebe angeboten wurde. Speziell für den Rennsport erschien außerdem 1964 eine "Lightweight" genannte Variante mit Leichtmetallkarosserie und -motor, die mit ihren 324 PS bis zu 280 km/h erreichen konnte.
Strengere Abgas- bestimmungen besonders in den USA sorgten allerdings dafür, dass die Leistung des Motors immer weiter reduziert werden musste, so dass Jaguar das sportliche Image des E-Type 1971, als die optisch wieder leicht modifizierte Serie III erschien, mit einem V12-Motor aufpolierte. 1974 wurde nur noch der Roadster gebaut und die Produktion dann schließlich ganz eingestellt. Der 1975 erscheinende Nachfolger XJ-S, ein vergleichsweise behäbiger und konventionell gezeichneter Tourer, konnte an den E-Type-Mythos bei Weitem nicht anknüpfen.
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